Aktuelle Lektüre: Das wandelnde Schloss (Diana Wynne Jones)

Moin Leser*in

Lange Zeit wusste ich nicht dass es eine Buchvorlage zu diesem Ghibli Film gibt, den ich als Kind sehr mochte.

Drum habe ich den Film nochmal mit meinem Freund gesehen, wobei wir zu dem Schluss kamen, dass der Filmplot irgendwie nicht nachvollziehbar ist. Die Figuren verhalten sich komisch. Der Film scheint eine Aneinanderreihung von Bildern zu sein, in der ich unschlüssig den roten Faden suche, den Zusammenhang.

Anders bei dem Buch, einem Roman von Diana Wynne Jones. Die Ausgangssituation ist die gleiche und vieles deckt sich mit dem Film.

Ausgangssituation: Eine junge Hutmacherin (Sophie) wird verflucht so dass sie von heute auf morgen eine alte Frau ist. Sie zieht aus, um eine Heilung dafür zu finden und gelangt zum wandelnden Schloss des Mädchen-herzen-fressenden Zauberers Howl. Sie trifft dort auf den Feuerdämon Calcifer und Lehrling Michael. Calcifer bietet Sophie heimlich an sie zu heilen, wenn sie dafür seinen Vertrag mit Zauberer Howl auflöst. Nur kann Calcifer Sophie nichts über den Vertrag mit Howl sagen, weil das verboten ist. Sophie muss also bleiben und es selbst herausfinden. Als Ausrede für ihre Anwesenheit im Schloss beschließt sie, die neue Putzfrau des Schlosses zu sein.

Erst ab der Mitte gehen Buch und Film auseinander. Aber im Buch macht der Anfang Sinn. Ich verstehe was die Charaktere tun und warum. Auch wenn es nicht unbedingt klug erscheint, aber es ist nachvollziehbar. Das ganze Buch ist dabei so urig und humorvoll geschrieben. Im Buch ist Howl ein Herzensbrecher, der Frauen den Hof macht und sie fallen lässt sobald sie seine Liebe erwidern. Zudem ist Howl ein Feigling, der sich vor Konflikten und Konsequenzen drückt. Dabei sucht er eigentlich die Liebe, denn Howl wurde dazu verflucht nicht lieben zu können und er versucht den Fluch zu brechen. Der größte Unterschied scheint zu sein, dass der Hauptkonflikt aus dem Buch (gebrochene Herzen/ das Unvermögen zu lieben) im Film ausgewechselt wurde (Krieg), so dass Kinder mehr damit anfangen können (was in Anbetracht von Krieg als Hauptkonflikt irgendwie krass ist, aber ich nehme an, Kinderserien sind ohnehin voller Kämpfe. Zudem ist es im Film verfremdet, so dass man nicht versteht, was man nicht vermutet. So ein bisschen wie in Mulan. Aber ich schweife ab.)

Das Buch ist kurzweilig und macht Spaß zu lesen. Ich bin jetzt noch nicht ganz durch, sondern erst zu zwei Dritteln durch und gespannt auf die Auflösung 🙂

Schreib gern gerne Meinung in die Kommentare

Bis dann

Gedankenpilze

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