Süchtig nach Geschichten

Moin!

Eine Folge nach der anderen – die Serie brennt sich durch mein Gehirn. Es ist kein Platz für etwas anderes – der Plot und die Figuren füllen alles aus, alles Denken.

Bei einer erzwungenen Netflix-Pause sehe ich überall nur Geschichten. Wir fahren in ein touristisch aufbereitetes Museum – ein Schloss, das nun ein Museum ist. Mein Freund hält mich an der Taille während wir hindurchgehen. Er zieht so. Ich mag keine Hektik. Trennen wir uns, sage ich zu ihm. Jeder kann das Schlossmuseum in seinem eigenen Tempo erkunden. Weg ist er – abtrünnig geworden, um Rüstungen zu betrachten.

Ich bin allein. Werde langsamer. Schweife gedanklich ab, während ich die Umgebung beim Schlendern auf mich wirken lasse. Eine Treppe mit einer metallenen Drachenfigur – was wäre, wenn dieses mythische Wesen einfach zum Leben erwachte?

Ich schlendere vorbei und sehe aus dem Augenwinkel eine Bewegung – ungläubig reiße ich den Kopf herum, starre die Metallfigur an. Doch sie steht fest und unbeweglich da wie zuvor. Einbildung. Zu viele Serien mit Action, Drama und Unmöglichem.

Ich steige die Treppen des Schlosses auf und höre ein Knirschen – ich fahre herum, starre… Sie ist weg. Wo eben noch ein metallener Drache war, ist nun gar nichts mehr. Oh man, ich bin verrückt geworden! Ich renne hin und untersuche das Metallgeländer. Es ist, als wäre dort nie eine Drachenfigur gewesen. Oh man. Ich muss meinen Freund suchen und ihm alles erzählen. Er muss mir sagen, dass ich nur…

Drachenschloss

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