Eine kurze Geschichte der Menschheit (2), Zusammenfassung bzw Lesetagebuch

Moin Leser!

Du bist in den zweiten Teil meines Lesetagebuchs zu „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari gestolpert. Den ersten Teil findest du über das Titel-Schlagwort 🙂

Eine kurze Geschichte der Menschheit (2)

S.23-64
Teil 1, Kapitel 1

Abschnitt:
Der Hüter unserer Brüder

Kernaussagen:

Der erste anatomisch moderne Mensch vermutlich vor 150.000 Jahren in Ostafrika

Homo sapiens wanderte vor ca 70.000 Jahren von dort nach Arabien und von dort über weite Teile von Asien und Europa – zu der Zeit lebten in Europa und Asien schon andere Menschenarten

Vermischungs- vs Verdrängungshyothese (sapiens, Neandertaler usw)
[Kommentar:
– der Autor stellt die Hypothesen zunächst wie ungeklärte Fragen nebeneinander und ignoriert damit dass man in modernen Menschen Gene von neanderthalensis u.a. finden kann – dann jedoch kommt er doch auf diese Befunde von 2010 zurück und weicht in diesem Zuge auch den überholt harten Artbegriff auf, den er vor einigen Seiten eingeführt hatte. Was für eine angenehme Überraschung :)]

Letzter lebender Neandertaler vor 30.000 Jahren so weit wir momentan wissen – Gründe für das Aussterben des Neandertalers ungeklärt
[Kommentar:
was sich mit meinen Erinnerungen deckt – wobei unsere Dozentin auch noch Theorien über Krankheiten und am Ende zu geringe genetische Varianz eingeführt hat, neben den Überlegungen zu Konkurrenz um Ressourcen und Ausrottung durch unsere Vorfahren]

War sapiens Vorteil die einzigartige Sprache?

Lieblingszitat:
„In den vergangenen 30.000 Jahren haben wir uns derart daran gewöhnt, die einzige Menschenart zu sein, dass es uns schwer fällt, uns eine andere Möglichkeit auch nur vorzustellen. Ohne Brüder und Schwestern fiel es uns leichter zu glauben, wir seien die Krone der Schöpfung, die durch einen unüberwindlichen Abgrund vom Rest der Tierwelt getrennt sei.“

Kapitel 2:
Der Baum der Erkenntnis

Vor 45.000 Jahren:
sapiens erreichte Australien, erfand Boote, Öllampen, Pfeil und Bogen und Nadeln um warme Kleidung zu nähen. Auch erste Kunst und Schmuckgegenstände. Auch erste Hinweise auf: Religion, Handel, gesellschaftliche Schichten.
Die Entstehung neuer Denk- und Kommunikationsformen von vor 70.000 bis vor 30.000 Jahren wird als „kognitive Revolution“ bezeichnet

Lieblingszitat:
„Sämtliche Affenarten haben großes Interesse an sozialen Informationen [wer mit wem/wer kann wen nicht leiden usw], aber keine kann so gut klatschen [im Sinne von Tratsch] wie wir.“

Weiter Kernaussagen:
Das Einmalige an unserer Sprache ist nicht die Möglichkeit einer sehr genauen Informationsweitergabe, sondern dass wir uns über Dinge unterhalten können, die es gar nicht gibt – Spekulationen, Ideen, Geschichten, Pläne

Fiktive Geschichten (Zukunftspläne, Glaube, Märchen, Sage) ermöglichen das Zusammenleben in richtig großen Gruppen (jenseits von 150 Individuen) – weil wir uns Dinge gemeinsam vorstellen, die uns für das gleiche Ziel motivieren.
Menschen sind ausgesprochen flexibel und können mit einer großen Anzahl wildfremder Menschen kooperieren.

Neuer Abschnitt:
Die Peugoet-Legende

Kernaussage:
Ein Unternehmen existiert jenseits von Mensch und physischem Körper und ist so gesehen auch eine fiktive Geschichte, an die Menschen glauben. Der Glaube an Unternehmen spielt für uns eine große Rolle, ohne dass wir uns der Fiktion bewusst sind. Es hilft uns dabei, Gruppen jenseits von 150 Individuen funktionieren zu lassen.

Neuer Abschnitt:
Am Genom vorbei

Kernaussage:
Homo sapiens kann in kurzer Zeit gesellschaftliche Änderungen beschließen, ohne auf die Änderung seiner genetischen Voraussetzungen warten zu müssen (Revolution). Andere Tiere können das nicht.

Neuer Abschnitt:
Geschichte und Biologie

Kapitel 3: Ein Tag im Leben von Adam und Eva

„Seit der kognitiven Revolution haben wir Sapiens keine natürliche Lebensweise mehr. Wir können lediglich aus einer verwirrenden Vielfalt von kulturellen Möglichkeiten wählen.“

Neuer Abschnitt:
Die erste Wohlstandsgesellschaft

Kommentar:
Das Buch gefällt mir immer besser, auch wenn es anstrengend ist, es längere Zeit am Stück zu lesen. Sehr interessantes Thema und angenehm geschrieben.

schreib mir gern deine Meinung in die Kommentare 🙂

Bis dann

Gedankenpilze

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