Eine kurze Geschichte der Menschheit (1)

Moin Leser

Worum geht es? Was wird erwähnt?

Bislang: (bis S.23)

Beginn von 1) Ein ziemlich unauffälliges Tier

Leichen im Keller

Der Preis des Gehirns

Das kochende Tier

Zusammengefasst: Der Anfang unserer Spezies und die anderen Homos (Neandertaler, Hobbit und Co) – 1: ein ziemlich unauffälliges Tier und die kognitive Revolution

Die Inhalte kommen mir aus einer Anthropologie Einführungsveranstaltung, die ich vor einem Jahr belegt hatte, sehr bekannt vor. Ich weiß vieles aus der Vorlesung nicht mehr so genau, aber das Thema hat mich damals fasziniert.

Das Buch ruft einige Infos wieder wach und bewahrt sie vor dem Vergessen. Aber: Manche Aussagen lassen mich stutzen, z.B. wenn der Autor der Evolution eine Zielgerichtetheit unterstellt: „Rückblickend erscheint es uns völlig logisch, dass die Evolution immer größere Gehirne hervorbrachte. Weil wir derart in unsere Intelligenz verliebt sind, gehen wir davon aus, dass mehr Hirnpower automatisch besser ist. Aber wenn dem so wäre, dann hätte die Evolution doch sicher auch Katzen hervorgebracht, die Differenzialgleichungen lösen können.“

Es ist ja nicht so, als ob Evolution eine denkende Instanz wäre, die absichtlich bestimmte Strategien einsetzt. Es ist mehr ein Try and Error System, in dem Vorteile sich durch Selektion durchsetzen.

An einer anderen Stelle unterstellt der Autor, dass die Menschen deshalb so viel Schaden an der belebten Umwelt anrichten, weil sie plötzlich an die Spitze der Nahrungskette gesprungen sind. Wie Schafe mit Panzer und Atombomben. Das halte ich für falsch. Es unterstellt, dass manche Tiere dafür gemacht sind, zu herrschen und mit der Verantwortung umgehen können – und andere nicht. Als gäbe es einen Plan hinter Nahrungsnetzen und -hierarchien. Ich würde eher sagen: Menschen sind klug genug solche Waffen zu bauen und dumm genug es auch zu tun (und sie einzusetzen). Das hat aber nichts mit dem Sprung an die Spitze der Nahrungskette in den letzten 100.000 Jahren zu tun. Wölfe bauen deshalb keine Atombomben, weil sie es nicht können und nicht, weil sie weise sind oder Verantwortung übernehmen.

Insgesamt gefällt mir das Buch bislang gut – es ist leicht verständlich geschrieben, hat sogar Bilder und setzt alle Informationen in einen Zusammenhang, in einen Überblick. Ich bin normalerweise keine Sachbuchleserin und hoffe dass ich es trotzdem durch das ganze Buch schaffe xD

Kernaussagen des Buches bislang:

Die menschliche Spezies (Homo sapiens) hat in einem erdgeschichtlich extrem kurzen Zeitraum extrem viel verändert. Die am nächsten verwandten Tierarten sind Schimpanse, Gorilla und Orang-Utan und Menschen gehören zur Familie der Menschenaffen. Die Gattung Homo entwickelte sich in einem Teil von Afrika und hatte zunächst keine großen Auswirkungen auf die nähere Umgebung.

Es gab über einen gewissen Zeitraum hinweg mehrere Menschenarten gleichzeitig (Homo neanderthalensis, Homo soloensis, Homo floresiensis, Homo erectus, Homo denisova, Homo rudolfensis, Homo ergaster) – ob sich das mit den Infos aus der Anthropologie Vorlesung deckt, weiß ich leider nicht mehr so genau. Nur dass es gleichzeitig mehrere Menschenarten gab, weiß ich noch aus der Vorlesung – aber nicht wann und welche.

Das Gehirn ist beim Menschen überproportional groß im Vergleich zum restlichen Körper und frisst dabei unverschämt viel Energie. In Kombination mit dem Schädel und dem aufrechten Gang ist es schwer und verursacht gerne Probleme wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, etc. Die Muskeln sind im Gegensatz zur am nächsten verwandten Tierart (Schimpanse) ziemlich schwach.

Der aufrechte Gang verursacht neben seinen Vorteilen (freie Hände, in die Ferne schauen können) auch Probleme – wie die schmale Hüfte der Menschenfrauen, die daher unter Umständen bei der Geburt eines Kindes sterben. Daher werden Menschenkinder im Vergleich zu anderen Säugetierkindern zu früh geboren. Dann passen sie noch besser durch den Geburtskanal.

Die Bändigung des Feuers erschloss neue Nahrungsquellen und ermöglichte eine Verkürzung des Darms, was Energie spart. Außerdem verringert es die notwendige Zeit zur Nahrungsaufnahme und -verarbeitung. Bewusste Rodungen konnten eingesetzt werden, um an Nahrung zu kommen…

Fortsetzung folgt 🙂

Bis dann

Gedankenpilze

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