Dreizehntes Kapitel: Böses Erwachen

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Geräusche drangen an mein Ohr. Seufzen und Stöhnen. Unter mir war eine glatte Oberfläche. Es roch nach Zitrone. War das das Jenseits? Mit viel Willenskraft zwang ich meine Augen dazu, sich zu öffnen. Kerzen brannten.

Sobald ich mich daran gewöhnt hatte, sah ich einen Raum in Rot- und Goldtönen. Um mich herum lagen Mädchen, die wie meine Mitschülerinnen aussahen auf satinbezogenen Decken auf dem Boden. Sie erwachten. Genau wie ich.

Wie…? Was…? 

Da erspähte ich den Lehrer für Logik und Kreatives, Arcanos – er saß an einem der Tische und las ein Buch. Vor ihm stand eine dampfende Tasse mit Tee, sowie ein kleiner Teller mit Plätzchen. Verstehen purzelte an seinen Platz. Ich wollte meine Hände um seinen Hals schließen und ihn würgen.

„Warum bin ich nicht tot?“ Die Worte kamen leiser heraus, als ich es geplant hatte. Meine Stimme hörte sich eingerostet an.

Arcanos sah auf und besaß tatsächlich die Frechheit zu lächeln. „Du hast bloß geschlafen. Als ob ich meine eigenen Schüler vergiften würde. Es war lediglich ein terminiertes Schlafmittel im Tee und Kuchen. Und das Gegenmittel dafür hast du wohl nicht ausfindig machen können.“ Er lächelte mir zu.

Mistkerl. Ich war mir nicht sicher, ob ich ihn richtig verstand. Es konnte nicht so sein. Durfte nicht. „Das heißt ich bin nicht gestorben? Wie bin ich hierher zurückgekommen?“ Verwirrung und Zorn kämpften in mir um die Oberhand.

„Ich habe jeder von euch ein Amulett gegeben, mit einem Teleportationszauber, den ich nach Ablauf der Zeit aktiviert habe. Geh am besten in deine Schlafkammer und erhole dich dort weiter. Es ist mitten am Tag.“

Ich konnte es nicht fassen. Ich hatte überlebt – sogar nie in Gefahr geschwebt! Der Dreckskerl hatte uns einfach nur angelogen.

Meine Gedanken sprangen zurück zu Ida und dem Geisterdrachen. „Im Wald ist jemand gestorben“, murmelte ich, ohne dass ich es mir vorher überlegt hatte. „Da war ein … Drache. Er hat sie getötet – Ida und die Schlange. Verbrannt.“ Ich schluckte gegen die Enge in meinem Hals an. Alles nur wegen einer Lüge. Hass auf die Schule und Arcanos entzündete sich in meinem Bauch.

Schmerz verfinsterte die Gesichtszüge des Lehrers. Wenn auch nur kurz. „Tragisch. Ich dachte er wäre weiter weg.“

Am liebsten hätte ich den Mann beschimpft oder auf ihn eingeschlagen. Oder beides. Aber meine Vernunft hielt mich zurück. Ich brauchte ihn noch. Schließlich musste ich als Beste abschließen. Daher stand ich zittrig auf und verließ den Raum.

Im Flur warteten sämtliche tierische Begleiter. Liam war nicht dabei. Ich bahnte mir meinen Weg hindurch und schlug die Richtung zu meiner Schlafkammer ein. Es war grausam jemanden denken zu lassen, er würde sterben. Wozu das nötig gewesen sein soll, ging mir nicht in den Kopf. Es hatte Ida das Leben gekostet.

Schnell lenkte ich meinen Geist ab. Ich erinnerte mich an den Kuss. Liam hatte mich geküsst. Warum in aller Welt? Er kannte mich erst seit Kurzem und war bislang nicht begeistert davon gewesen.

Sobald ich in meiner Kammer ankam, fütterte ich Lumi mit etwas Honig. Danach legte ich mich ins quietschende Bett und vergrub mich unter der müffelnden Decke.

Erschöpfung und Verwirrung traten in den Vordergrund. Wieder war jemand gestorben. Es fühlte sich an, als läge die geballte Verzweiflung über drei sinnlose Tode unter einer diffusen Decke aus Schock. Zu viel in zu kurzer Zeit, das ich nicht verarbeiten konnte. Das namenlose Mädchen, das vom Kaninchendämon gefressen worden war. Ida und der Schlangenkobold, die in blauem Geisterfeuer restlos verbrannten. Ich konnte nicht glauben, dass das tatsächlich passiert war.

Und ich lebte noch. Die Freude darüber wurde von Schuldgefühlen in den Schatten gestellt.

Und ich war noch immer so müde. Das Schlafmittel zirkulierte noch in meinen Adern. Unmerklich driftete ich zurück in den Schlaf.

Jemand rüttelte an meiner Schulter. Ich blinzelte und sah zu Theresia auf, die wie üblich einen mehrarmigen, brennenden Kerzenleuchter in der anderen Hand hielt. „Die Sonne ist bereits untergegangen. Zeit fürs Frühstück.“

„Hast du gehört was passiert ist?“

„Nur in Bruchstücken.“ Ich konnte dem Totenschädel nicht ansehen was für Gefühle in Theresia vor sich gingen. Oder ob sie überhaupt Gefühle zu diesem Thema hatte.

„Arcanos hat behauptet, er hätte uns vergiftet und wir würden sterben, wenn wir seine Rätsel nicht lösen. Da waren Gegenmittel im Wald, aber ich habe zu lange gebraucht. Ich dachte wirklich das ist mein Ende.“

„Ich habe dich davor gewarnt, dass er verrückt ist. Du kannst doch froh sein, dass er euch nicht tatsächlich vergiftet hat.“

Ich wollte aber nicht froh sein. Die Entrüstung, die Wut und das Entsetzen über Idas sinnlosen Tod steckte mir noch tief in den Knochen. Darüber wollte ich aber nicht reden. „Hast du Liam gesehen?“

„Ja, er ist mir vorhin über den Weg gelaufen. Jetzt steh endlich auf. Es gibt noch andere Hexen, die ich wecken muss.“

„Warte! Im Wald war ein Geisterdrache. Er nannte den Meister der Finsternis bei einem Namen – Leviathan.“

Theresia klapperte ärgerlich mit den Zähnen. „Das vergisst du am besten gleich wieder, wenn dir dein Leben am Herzen liegt.“

„Weißt du was es mit dem Meister der Finsternis auf sich hat? Ob er ein Mensch ist und woher er kommt?“

Theresias Augenhöhlen bekamen einen roten Schimmer. „Vergiss diese Fragen. Konzentrier dich einfach darauf Isabella fertig zu machen.“

Damit wandte sie sich ab, verließ meine Kammer und knallte die Holztür hinter sich zu. Okay … offensichtlich wusste Theresia irgendetwas. Ich quälte mich aus dem Bett. Mein Körper fühlte sich noch immer schwerfällig an, was vermutlich eine Nachwirkung des Schlafmittels war.

Draußen lag der Wald unter dem Sternenlicht ganz unschuldig da, als wäre niemand gestorben. Nichts sah verändert aus.

Wahrscheinlich hielten meine Eltern mich inzwischen für tot. Suchte die Polizei noch nach mir? Selbst wenn – hier würden sie mich niemals finden. Und ich durfte nicht fliehen, denn damit würde ich alle in Gefahr bringen. Mit Monstern war nicht zu spaßen.

Meine Gedanken drifteten zu Liam. Warum genau er mich geküsst hatte, war mir unbegreiflich. Normalerweise machte er mehr als deutlich, wie wenig er von mir hielt. So verhielt man sich doch nicht, wenn man sich zu jemandem hingezogen fühlte. Oder doch? Ich wünschte ich hätte schon mal einen Freund gehabt. Vielleicht wäre ich dadurch weniger verwirrt.

Aber solche Gedanken lenkten mich nur ab. Was ich mir nicht erlauben konnte. Theresia hatte Recht. Wir mussten unbedingt etwas gegen Isabella unternehmen. Sie hatte versucht mich zu töten – vielleicht würde sie es wieder tun.

Ich zog mich an und versuchte meine Haare zu bürsten. Nach den gestrigen Strapazen ein nahezu hoffnungsloses Unterfangen. Ich riss mir ungefähr die Hälfte aus, bei dem Versuch alle Knoten zu entfernen. Ein merkwürdig distanzierter Teil von mir beschwerte sich darüber, dass ich mich mit solchen Nichtigkeiten beschäftigte. Zwei Mädchen und ein Kobold waren schon tot. In einem einzigen Moment ausgelöscht. Es hätte auch mich treffen können. Es hätte mich treffen sollen.

Ich versuchte diese Gedanken und Gefühle zu vergraben. In einer Kiste mit dicken Wänden. Verbuddelt in den Tiefen meines Unterbewusstseins. Denn solche Gedanken und Regungen nützten mir jetzt nichts. Sie waren tot und ich nicht. Ohne Grund. Sterben war Zufall.

Als ich schließlich den Speisesaal erreichte, war unser Tisch schon voll besetzt. Mit nur noch zehn. Ich holte mir leichte Kost vom Frühstücksbuffet und setzte mich neben Samara. Sie sah mich mitleidig an. „Hast dein Gegengift wohl nicht gefunden.“

„Nein, ich wurde aufgehalten“, sagte ich und sah zu Isabella.

Diese starrte mich so hasserfüllt an, als hätte ich sie persönlich beleidigt, indem ich überlebt hatte.

Samara folgte meinem Blick und seufzte. „Also hat sie dich sabotiert.“

Das hörte Isabella. „Als ob! Sie hätte es ohnehin nicht geschafft. Statt ihr eigenes Rätsel zu lösen, hat sie versucht Idas Gegengift zu stehlen.“

Hitze kroch mir ins Gesicht. Leider war das die Wahrheit. „Wenn ich mich richtig erinnere, warst du diejenige, die ihr Gegenmittel gestohlen hat, während sie von einem Geisterdrachen verbrannt wurde.“

Für einen Moment war es still am Tisch. Mit der Erwähnung von Idas Tod hatte ich etwas angesprochen, das nicht besprochen werden sollte. Niemand wollte darüber reden oder nachdenken was Ida zugestoßen war. So wie auch niemand über das andere Mädchen gesprochen hatte, das von dem Kaninchen gefressen worden war. Der Tod rückte dadurch für jede von uns in eine zu greifbare Nähe.

Nur Isabella schien das kalt zu lassen. Statt bedrückt den Blick zu senken wie die anderen, starrte sie mich weiter hasserfüllt an.

In meiner Melancholie regte sich als Reaktion darauf ebenfalls Wut. Isabella war wirklich die Pest. Ich starrte hasserfüllt zurück und nahm mir fest vor, sie auszuschalten. Anscheinend waren Isabella und ich jetzt offiziell verfeindet.

„Im Gegensatz zu dir habe ich es nicht nötig, mich an anderer Leute Erkenntnisse zu vergreifen.“ Das war eine fette Lüge, aber sie kam ihr so leicht über die Lippen, dass ich sie fast selbst geglaubt hätte. Fast.

Ich verdrehte demonstrativ die Augen und aß mein Frühstück. Die beiden freien Plätze am Tisch schmerzten. Ich hatte die Mädchen, denen sie gehört hatten, nicht richtig gekannt. Trotzdem wusste ich, dass sie den Tod nicht verdient hatten. Ihr Sterben war völlig sinnlos gewesen.

Nach der Mahlzeit erkundigte ich mich bei Samara nach Shampoo. Diese verdrehte nur die Augen. „In einem Regal in der Dusche gibt es Seife.“

Danach ging es ganz normal mit dem Unterricht weiter, als wäre nichts gewesen. Als wäre ich nicht bis ins Innerste erschüttert worden.

In Beschwörungen übten wir Verteidigungszauber mit Wachstafeln.

Danach gab es wieder Kampfsportunterricht. Das einzig Gute an ihm war, dass die Anstrengung meine düsteren Gefühle und Gedanken wegdrängte. Am Ende der Stunde, als ich damit beschäftigt war, überhaupt aufrecht stehen zu bleiben, fragte Isabella: „Meister Nelio, welche Kriterien muss man erfüllen, um bei Euch die beste Note in der Klasse zu bekommen?“

Augenblicklich wurden sämtliche Gespräche und Aktivitäten unterbrochen. Elf menschliche Ohrenpaare lauschten. Die Reptilienaugen des Lehrers sprangen von einer Schülerin zur anderen. „Am Ende des Halbjahres wird es ein Turnier geben. Wer im Finale gewinnt, erhält die beste Note.“ Hörte sich an, als stünden meine Chancen bei null. Isabella hingegen lächelte siegesgewiss.

Bei der zweiten Mahlzeit der Nacht bevorzugte Theresia mich abermals. Ich bekam zuerst ein frisch zubereitetes, köstliches Essen, vor allen anderen.
Am Tisch mit den Werwölfen gab es keine Kämpfe mehr. Der Junge, der beim ersten mal stärker gewesen war als die anderen, nahm sich zuerst etwas, ohne dass jemand protestierte. Teller benutzte keiner der Jungs.

Anschließend hatten wir Freizeit. Ich suchte nach Liam, konnte ihn aber nicht finden. Also zwang ich mich zu einer weiteren kalten Dusche und suchte anschließend nach Theresia. Sie war im Wäscheraum, wo sie Bettlaken aufhängte. „Was gibt es?“

„Ich glaube Liam geht mir aus dem Weg.“

„Wieso sollte er das tun?“

Scham stieg in mir auf und ich wechselte das Thema. „Jedes andere Mädchen in meiner Klasse ist besser als ich. Sie haben einfach zu viel Vorwissen.“

Entweder bemerkte sie nicht, dass ich der Antwort ausgewichen war, oder es war ihr egal. „Das habe ich dir schon in deiner ersten Nacht prophezeit.“

„Aber es muss doch einen Weg geben, damit ich trotzdem die Wette gewinnen kann. Ich will nicht ewig hier gefangen sein.“

Das Skelett seufzte, was in mir abermals die Frage aufwarf, wie sie das ohne Gewebe oder Organe bewerkstelligte. „Glaub mir, das verstehe ich zu gut. Ich selbst kann auch nicht von hier weg. Eine lebende Tote würden die Menschen wahrscheinlich weder bei sich aufnehmen, noch in Ruhe lassen. Aber das hier ist kein Gefängnis, sondern ein Zufluchtsort. Der Meister der Finsternis hat hier einen einzigartigen Ort geschaffen für Schattenwesen wie mich.“ Die letzten beiden Sätze klangen so monoton wie einer alte Leier, die Theresia sich schon seit langem selbst einredete.

„Für mich ist es ein Gefängnis. Ich will und kann hier nicht bleiben.“

Theresia griff nach einem neuen Stück Stoff und hängte es über die Leine. „Selbst mit meiner Hilfe ist die Wahrscheinlichkeit, dass du die Wette jemals gewinnen kannst, verschwindend gering.“

„Danke für die Aufmunterung.“

„Immer gern. Wenn du möchtest, können wir uns einen Plan überlegen. Wolf und ich können jeden Tag nach dem Unterricht mit dir üben und trainieren. Aber das wird nicht ausreichen. Um eine reale Chance zu haben, müssen wir noch einen Schritt weitergehen.“

Ich wartete darauf dass sie fortfuhr, aber sie wollte offenbar, dass ich nachfragte. „Was für ein Schritt?“

Wenn sie Lippen gehabt hätte, hätte sie wahrscheinlich gegrinst oder gelächelt. Es klang danach. „Wir müssen schummeln.“

Inzwischen war mir jedes Mittel recht. „Aber wie?“

„Ich habe da so meine Ideen.“

Nachdem ich nichts Konkretes aus Theresia herausbekommen hatte, setzte ich meine Suche nach Liam fort. Er konnte mir nicht ewig aus dem Weg gehen. Was auch immer zwischen uns passiert war, änderte nichts an der Tatsache, dass ich ihn als zuverlässigen Begleiter brauchte. Als Magiequelle.

Schließlich fand ich ihn im Kampfsportraum. Er trainierte dort mit Nelio und hatte mich noch nicht bemerkt. Ich lehnte mich an den Türrahmen und beobachtete die beiden. Bei ihnen sah der Kampf aus wie ein brutaler Tanz. Angreifen, Blocken und Ausweichen wechselten sich geschmeidig ab und waren aufeinander abgestimmt.

Was würde ich darum geben, mich so bewegen zu können. Im Laufe des Übungskampfes veränderten sich die Positionen der beiden im Raum. Liam stand nicht mehr mit dem Rücken zu mir. Den Moment, in dem er mich bemerkte, sah ich genau. Seine Augen weiteten sich und er erstarrte für eine Sekunde. Eine kleine Verzögerung, die ausreichte, damit Nelio ihm einen Faustschlag ins  Gesicht versetzte. Liams Kopf flog nach hinten und er taumelte zurück.

Mein Lehrer machte ein verächtliches Geräusch. „Immer noch so leicht abzulenken.“ Er riskierte einen Blick über die Schulter und unsere Blicke trafen sich. Seine Reptilienaugen starrten unangenehm stechend. Ich starrte zurück.

Nelio trat einen ruckartigen Schritt zur Seite, wobei er sein linkes Bein nachzog. Durch das Ausweichmanöver traf Liams Tritt ins Leere.

„Für heute ist es genug“, bestimmte Nelio. „Es sieht so aus, als wollte deine Hexe mit dir reden.“ Der Mann mit den Reptilienaugen entfernte sich aus dem Kampf und schlenderte in meine Richtung. Auf seinem Weg nach draußen kam er mir so nahe, dass ich ihn roch. Dann war er fort.

Liam stand unschlüssig im Raum und schien sich in seiner Haut unwohl zu fühlen.

Ich brach das Schweigen. „Du bist schwer zu finden. Man könnte den Eindruck gewinnen, du gehst mir aus dem Weg.“

„Vielleicht bist du einfach nicht sonderlich gut im Suchen.“ Er verschränkte die Arme vor der Brust, die sich schnell hob und senkte. Sein Kreislauf war vom Training noch angeregt. Schweiß glitzerte auf seiner Haut.

Unschlüssig betrachtete ich ihn. Was würde Jesse tun? „Als wir dachten, dass ich sterbe, hast du mich geküsst. Was hatte das zu bedeuten?“

Seine Kiefer mahlten aufeinander. „Habe ich nicht. Das hast du wohl geträumt. Ich habe gehört, ihr habt ein wirklich starkes Schlafmittel bekommen.“

Wollte er ernsthaft so tun, als wäre nichts geschehen? Wieso? „Freut mich das zu hören. Dann gibt es ja keinen Grund für dich, mir aus dem Weg zu gehen. Bitte komm in Zukunft zu meinem Unterricht.“  

„Jetzt stellst du schon Forderungen. Wie eine echte Hexe.“

Was sollte das schon wieder bedeuten? „Als mein Begleiter musst du bei mir sein, sonst kann ich keine Zauber wirken.“

„Ich habe gehört dein Begleiter hat dich bei seiner Beschwörung nicht gefressen, obwohl er die Gelegenheit dazu hatte. Man sollte meinen, dafür verdient er gewisse Vergünstigungen. Sonst überlegt er es sich am Ende noch anders.“

Sein Getue ging mir auf die Nerven. Er würde mich nicht fressen. „Vielleicht hätte er das tun sollen. Dann müsste er mir jetzt nicht aus dem Weg gehen, weil er mich nicht geküsst hat.“

Wir funkelten uns böse an.

„Erwarte nicht, dass ich mich darüber freue, dass du mich dazu zwingst, mir mit dir zusammen deinen langweiligen Unterricht anzuhören.“

„Das einzige was ich von dir erwarte, ist, dass du in meiner Nähe bist. Ob du mies gelaunt vor dich hin schweigst, mit mir redest oder einen Handstand machst, ist mir ziemlich gleichgültig.“ Lüge, Lüge, Lüge. Natürlich wollte ich nicht, dass er schlecht gelaunt war. Natürlich wollte ich, dass er mich mochte.

Wortlos setzte er sich in Bewegung und verließ den Raum. Das Gespräch war nicht so verlaufen wie erhofft. Ich verstand nicht, wieso wir uns ständig stritten. Aber ich brauchte einen Begleiter dessen Magie ich nutzen konnte.

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