Stress im Studium – Statusbericht und Gedanken

Moin Leser

Heute (ein Tag Mitte Januar, 2021) möchte ich mal nicht über Bücher sprechen, sondern übers Studium… Ich hätte ja gedacht, dass ich generell häufiger darüber bloggen würde, aber eigentlich tue ich das höchst selten. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass ich auch hier schnell unsicher werde und dann kommt das große Gedruckse – wie bei politisch empfindlichen Themen auch. Dazu habe ich mal ein „Geschreibsel“ gemacht.

Wie dem auch sei.

Mal schauen ob mir diesmal ein vernünftiger Statusbericht zu meiner Einstellung gelingt.

Generell bin ich erstaunt dass mir das Studieren deutlich schwerer fällt als vermutet. Das liegt zum Großteil daran dass ich für alles selbst verantwortlich bin. Anders als bei Ausbildung und Schule fällt es niemandem auf, wenn man Probleme hat und seinen Kram nicht auf die Reihe bekommt.

Vor allem verursacht es mir psychischen Stress ein ganzes Semester lang „blind“ auf die Prüfungsleistungen hinzuarbeiten und zu hoffen dass meine Strategie aufgehen wird. Ich bin ständig angespannt, habe Angst Dinge zu vergessen und zu übersehen und vergesse und übersehe Dinge. Dabei arbeite ich netto Zeitstunden gar nicht mal so viel. Eigentlich eher wenig. Im Durchschnitt einen halben Tag. Der Stress ist also eher psychischer Natur und rührt nicht von einer tatsächlichen Überlastung her.

Vor dem Studium dachte ich, ich könnte genau das vermeiden, indem ich mir einen Plan mache und mich daran halte. Also einen künstlichen Feierabend erzeuge. Aber das funktioniert auch nach drei Semestern noch überhaupt nicht. Vielleicht wird es das nie.

Zum Glück finde ich meinen Studiengang nach wie vor sehr interessant und möchte unbedingt in dem Bereich arbeiten, auf den ich hin studiere. Wenn das nicht so wäre, könnte ich gar nicht studieren.

Natürlich muss man auch nicht studieren.

Aber wie gesagt will ich in diesen Beruf rein, den ich anvisiere… Und ich habe auf dem Weg Gelegenheit eine Menge interressanter Sachen zu lernen. Aber mit dem Format des Studiums komme ich schlecht zurecht. Viel Verantwortung und Ungewissheit bezüglich meiner persönlichen Umsetzung und der Prüfungsleistungen…

Es stellt sich auch heraus, dass einige Dozenten sich quer stellen was online Klausuren angeht. Vermutlich gibt es Fächer in denen das gerechtfertigt ist, aber in den Veranstaltungen, bei denen es bei mir darauf ankommt, ist es einfach nur albern. Ich kann in 2 Stunden eine Klausur auch nicht mit Nachschlagen lösen, wenn ich die Grundprinzipien, die die Veranstaltung mir vermitteln wollte, nicht verstanden habe. Vielleicht ist das Problem systematischer Natur und die Uni sollte ihren Dozenten entsprechende Fortbildungen aufzwingen. Ich glaube nämlich, dass die Unsicherheit darüber wie man digitale Prüfungen durchführt, eine ziemlich große Rolle spielt.

Nun ja. Die Prüfungen starten im Februar und ich bin jetzt schon sehr angespannt. Es gibt zwei Modi bei mir – entweder ich betäube mein Gehirn komplett indem ich gute Fiktion konsumiere (meist Hörbücher, hin und wieder gedruckte Bücher, sowie Serien und Filme; manchmal auch ein langes Treffen mit Freunden als Betäubungsmittel statt Fiktion) … oder ich denke pausenlos über das Studium nach und versuche mich irgendwie in die Materie hineinzubohren, während mich Zweifel darüber plagen, ob das augenblickliche Vorgehen für die jeweilige Veranstaltung überhaupt „richtig“ ist.

Aber ich denke am Ende wird schon irgendwie alles passen. Das hat es bislang immer.

Ich bin sehr gespannt ob du – verehrter Leser* –  solche Erfahrungen teilst, nachvollziehen kannst oder Tipps hast. Schreib gerne einen Kommentar

Bis dann

Gedankenpilze

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