Das kalte Reich des Silbers von Naomi Novik

Moin Leser
Ein Buch das ich 2020 begann und 2021 beendete. Ein Buch voller Winter, Mysterien, Abenteuer und Gefahr.

Worum geht es?

Eine düstere Wintermärchenwelt, die gar nicht allzu weit von unserer Realität entfernt ist… Die jüdische Geldverleiherin bringt sich in Schwierigkeiten, als sie behauptet Silber in Gold verwandeln zu können. Denn in den verschneiten Wäldern ihrer Heimat gieren die übernatürlichen Staryk danach. So muss sie gegen den König antreten, der droht sie zu töten oder zu heiraten. Und aus der Welt der Staryk gibt es kein Entrinnen. Eine andere Perspektive erzählt uns von drei Bauerskindern, die versuchen ihren gewalttätigen Vater zu überleben. Die einzige Hilfe kommt von den verhassten Juden im Dorf. Und wieder eine andere Perspektive erzählt von einer Herzogstochter, die Dank einer magischen Silberkrone mit dem Zar verheiratet werden soll. Nur um sich dem Monster gegenüber zu sehen, das heimlich in ihm haust und sie fressen will.

Meinung:
Die Autorin schafft es diese verschiedenen Perspektiven in der gleichen großen Story eng zu verweben, so dass sogar ich damit klar kam, die Perspektivwechsel normalerweise hasst.
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, wenn auch nicht ganz so gut wie das dunkle Herz des Waldes. Schwer lag die Bosheit der nicht-jüdischen Bevölkerung auf meinem Herzen und man konnte richtig mitverfolgen was für eine verdrehte Logik dahinter steckte.
Die Fantasy-/Märchenanteile haben mir gut gefallen, ebenso wie das Wintersetting. In Wirklichkeit kriegen wir hier ja keinen Schnee mehr… Da kann man sich in die gefährliche Kälte des Buches gut hineinträumen.
Die Figuren haben mir gut gefallen und hatten ihre eigenen Stimmen, Motive, Gedankengänge. Am besten gefiel mir die Jüdin Mirjem, die sich nie unterkriegen ließ und nichts unversucht gelassen hat, um für alle das richtige zu tun. Und trotzdem war sie auch nur ein Mensch, der mit dem ein oder anderen kleinlichen Gedanken auskommen musste.
Den Politikteil auf dessen Grundlage Irina und ihr Vater später handeln, habe ich ehrlich gesagt nur zum Teil verstanden und das ist einer der Gründe, warum ich dem Buch eher vier als fünf Sterne gebe.
Obwohl ich das Buch schon mal zu lesen begonnen hatte und damals zwangsweise abbrechen musste, war die Geschichte immer noch extrem spannend und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Die Magie hatte etwas wunderlich Mystisches und wirkte doch nicht willkürlich, sondern eher märchenhaft.
Gutes Buch, das mir viele schöne, wenn auch leicht beklommene Stunden bereitet hat.

Schreib mir gern deine Meinung
Bis dann
Gedankenpilze

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