Geschreibsel – Geschichten im Herzen und Schatten im Bauch

Und die Geschichten flüstern in meinem Herzen. Sie singen zu mir, sie klimpern und zupfen an meiner Aufmerksamkeit. Sie sind der Quell meiner Freude, aber Spiegel der Schatten, die in mir wuchern und meine Existenz in Frage stellen. Soll ich leben? Oder wäre es besser, ich sei tot?

Mein Verstand hat darauf schon lange eine Antwort gefunden – es steht nicht zur Debatte ob ich leben sollte oder wollte. Ich tue es und niemals werde ich meinen Tod willentlich herbeiführen. Weil ich eine kleine Biene im großen Stock bin und die anderen Bienen meinen Tod nicht verkraften könnten.

Wenn ich dann also sowieso schon leben muss, weil man mir keine Wahl lässt, dann muss ich das Beste daraus machen.

Ich versuche das Beste daraus zu machen – trotzdem wuchern die Schatten tief in meinem Herzen und Bauch und Unterbewusstsein. Und die Geschichten singen in meinem Herzen. Sie spiegeln die Schatten auf die einzig erträgliche Weise und sind trotzdem der Quell meiner Freude. Wenn ich nicht lebte, würde nichts singen und es gäbe kein Klingen, Klimpern, Zupfen. Wenn ich nicht lebte, gäbe es keine Freude. Keine Geschichten.

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