Blätter der Unsterblichkeit, Sumpfloch-Saga 8.2

Blätter der Unsterblichkeit – Band 8.2 der Sumpfloch-Saga von Halo Summer

Moin Leser

Inzwischen weißt du ja wie sehr ich die Sumpfloch-Saga liebe. Da sind so viele bezaubernde Ideen drin, die ich vorher noch nie so gelesen habe und eine Hand voll Protagonisten die ich sehr ins Herz geschlossen habe.

Ab dem dritten Band handelt es sich um Jugendfantasy, die im Self-Publishing erschienen ist – die ersten zwei Bände haben mehr Kinderbuch Charakter, sind aber trotzdem bezaubernd und zum Wegträumen. Im ersten Band ist der Spannungsbogen noch nicht so gut, das ändert sich im Laufe der Reihe noch sehr.

Jedenfalls geht es in 8.2 nach wie vor darum den Weltuntergang zu verlangsamen oder gar aufzuhalten. Hanns mischt ganz vorne mit, zusammen mit all den anderen Figuren, die einem in den letzten Bänden ans Herz gewachsen sind…
Frost ist neu und sehr interessant, genau wie Dorian Repuls.

Besondere Magie, alte Geheimnisse und Liebesbeziehungen machen die Elemente aus aus denen das Buch besteht. Ich würde so gerne genauer werden, möchte aber niemanden spoilern.
Ich bin mittlerweile bei 70% und liebe es (einziger Wermutstropfen ist das geradezu toxisch abhängige Konzept von Liebe, aber ich werde jetzt nicht wieder darüber meckern). Es ist so spannend dass ich mich sehr zusammenreißen muss nur abends zu lesen, damit ich tagsüber zu etwas zu gebrauchen bin.

In diesem Band kommen Lumili und Berry zum Zug und ich bin hin und weg davon. Gerade die scheinbar so perfekte Lumili scheint sich in eine aufmüpfige Richtung zu entwickeln, was mir sehr gut gefällt. Berry war in den letzten Bänden ja ein bisschen im Hintergrund versteckt, aber jetzt bekommt sie wieder die Aufmerksamkeit die sie verdient.

Ich bin mir noch nicht sicher was ich von den Enthüllungen durch Dandelia halten soll. Das ist echt deprimierend, auch wenn Maria nicht aufgibt.
Es freut mich sehr wie viel Zeit und Aufmerksamkeit Berry und Lumili bekommen haben (auch wenn die Entwicklung der nicht mehr ganz so braven Lumili offensichtlich noch nicht abgeschlossen ist).
Die Sache mit der Über-Romantisierung von Liebe nervt mich nach wie vor.
Alles andere ist einfach wundervoll, berauschend und spannend wie immer. Auch das Zusammenwachsen von Gerald und Hanns hat mir gut gefallen. Und Rackines wachsender Einfluss auf die Spiegelwelt. Und Scarlett und ihre überbordenden Cruda-Gefühle natürlich auch – ich liebe die Figuren einfach alle



Lieblingszitate:

„Wenn dieses Mistvieh von Katze gelogen hat“, stieß Scarlett voller Ingrimm hervor, „dann jage ich sie bis ans Ende der Welt, ziehe ihr bei lebendigem Leib das Fell über die Ohren, schneide ihr Herz in tausend kleine Würfel und grille sie über einem Höllenfeuer, bevor ich sie fresse!“ Sie musste diese Verwünschung extrem böse und blutrünstig hervorgestoßen haben, denn alle, die ihr zugehört hatten, starrten sie entsetzt an. Fast alle. Nur Haul nickte anerkennend. „Meinen Segen hast du.“

Hoffnung – ihr war nie klar gewesen, wie beklemmend dieses Gefühl sein konnte. Der Traum, den sie gerade träumte, war so zerbrechlich, dass er ihr eine Heidenangst machte. Gleichzeitig war er so intensiv und verlockend, dass seine Heftigkeit sie süß betäubte.

Strahlende Sterne sind Sterne. Keine Menschen. Wir Menschen leuchten, wenn wir gut im Durchhalten sind.

„Wobei es eine so hübsche Illusion ist: Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die großartiger sind als andere. Man kann sie anhimmeln und für sie schwärmen und ihnen nacheifern …“ „Du hast echt diese Ader.“ „Was für eine Ader?“ „Die masochistische Ich-möchte-jemanden-anbeten-und-mich-dafür-in-den-Dreck-werfen-Ader.“

Aber nun, da Berry die Film-Berry beobachtete, wusste sie auf einmal: Sie brauchte überhaupt niemanden, der sie zu der Person machte, die sie sein wollte. Zumal ihr diese Aufgabe sowieso keiner abnehmen konnte, so etwas war unmöglich. Keine Liebe und kein anderer Mensch konnten aus einer verzagten Berry eine heldenhafte Berry machen. Nur sie selbst konnte das Wunder vollbringen. Und offensichtlich war es ihr bereits gelungen. Ein bisschen zumindest.

Wünsche konnten Menschen blind machen. Aber auch sehend. Sie führten Menschen in Sackgassen, doch sie erschufen auch Wege, wo zuvor keine gewesen waren.

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