Der Ruf der Morgenwelt, Sumpfloch-Saga Band 7

Moin Leser

Wie eine Besessene habe ich die beiden Hälften des siebten Bandes der Sumpfloch-Saga verschlungen:

7.1 Am Rand der Abendwelt

7.2 Der Ruf der Morgenwelt

Die inzwischen sehr komplexe Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und in eine zauberhafte Welt entführt. Der Weltuntergang droht und nur eine Hand voll Erdenkinder kann ihn „verhindern“…. (Naja mehr oder weniger, sagen wir mal ihn weniger schlimm machen) … aufgrund der einzigartigen Talente, die sie in der magischen Welt Amuylett entwickelt haben. So gibt es viele Mächte die die Erdenkinder für sich selbst haben wollen…

Jede Hauptfigur hat nicht nur ein einzigartiges Talent, das es wirklich in sich hat, sondern auch einen individuellen Charakter, den man in jeder Zeile spürt, die die Figur spricht, denkt, fühlt oder handelt.

Ich bin total verliebt in diese Figuren und natürlich in die Welt. Am Liebsten würde ich einfach jedem die Sumpfloch-Saga Bücher von Halo Summer in die Hand drücken, damit wir gemeinsam fangirlen können.

Nur mit Mühe konnte ich mich beherrschen, NICHT sofort den achten Band anzufangen – denn in den letzten Tagen war ich jenseits des Maßes, in dem Lesen einem gut tut. Ich war in meiner eigenen Spiegelwelt verschwunden und für reale Belange unabkömmlich…

Große Leseempfehlung

Wenn du die letzten Posts gelesen hast, dann weißt du wie sehr ich die Sumpfloch-Saga liebe (/vergöttere).
Daher fällt es mir nicht leicht sie zu kritisieren.
Und wenn du schon ein paar Blog Beiträge von mir kennst, weißt du auch welches Element wieder vor Gericht gezerrt wird: klar, die Liebesgeschichte(n)
Ich freue mich über die Paarbildungen, aber diese symbiotische Liebe / Romantik stört mich massiv. Es wird bei jedem glücklichen Paar so dargestellt, als sei es gut und erstrebenswert jemand anderen mehr zu lieben als sein eigenes Leben und sich zu wünschen oder einzubilden mit jemandem und seinen Vorstellungen und Träumen zu verschmelzen. Oder die Idee sein bestes selbst zu sein, weil man von einer bestimmten Person geliebt wird.
Das macht mich richtig wütend.
Vielleicht deshalb weil ich als Jugendliche wirklich dachte dass gesunde Liebe so funktioniert. Heute sehe ich das völlig anders. Natürlich ist es schön verliebt zu sein, aber man sollte immer im Auge behalten, dass man selbst die wichtigste Person im eigenen Leben ist(!), das die Leben zweier Liebender immer getrennt sein werden (egal wie nah man sich fühlt und sein möchte) (und das ist gut und richtig so) – und vor allem sollte man nicht vergessen, dass man niemand anderen braucht um glücklich oder ganz oder das Beste selbst zu sein! Kein anderer kann einen wirklich glücklich machen oder heilen. Das muss man selbst schaffen oder es passiert nie.

Mir ist klar dass ich in diesem Punkt sehr empfindlich reagiere, aber trotzdem wollte ich das irgendwie ausdrücken. Symbiotische Beziehungen sind ungesund und diese romantische Verklärung, die sich quer durch viele Medien zieht, ist einfach blöd. Selbst wenn man sich denkt „das ist eben nur eine Geschichte“, so beeinflusst es das Bild, das man davon hat wie Liebe funktioniert, eben doch.

Trotzdem sind diese Bücher einfach großartig!

Lieblingszitate:

Stattdessen sah er einen Jungen mit seinem Hund. Gut, es war ein erwachsener Junge und der Hund war ein gefährlicher Eiswolf, aber das änderte nichts daran, dass beide auf bestürzende Weise angreifbar wirkten. Eine traurige Schönheit verband die Wölfin und ihren Herrn und sie entsprang keiner vorübergehenden Stimmung, sondern hielt schon so lange an, dass sie ein Zustand geworden war.

Ihre inneren Bilder flossen ineinander, ihr Geist rannte auf Irrwegen herum, unheimliche Schatten lauerten hinter den schönsten Erinnerungen und keine gute Fee erschien zu ihrer Rettung.

„Du brauchst die Sterne, um geradeaus schauen zu können.“ „Das ist eine Illusion“, widersprach Gerald. „Da oben ist nichts. Es geschehen nur lauter Zufälle und aus denen ergibt sich ein buntes Durcheinander, in das wir einen Sinn hineinmalen, während wir leben. Egal, was wir gemalt haben, das Bild verblasst, erlischt und verschwindet, wenn wir sterben. Die Welt wird wieder bunt und chaotisch und sinnlos, mehr als das ist es nicht. Es gibt keinen Sinn außerhalb unserer Existenz und deswegen auch kein Schicksal.“

Menschen waren ja so klein. Und doch – ihre Sinne und ihr Herz waren unvergleichlich in ihrer Unersättlichkeit. Was war ein Sonnenaufgang, wenn er nicht beobachtet wurde? Was war die Schönheit eines Morgens, wenn sie nicht erfühlt wurde? Was war der Duft von nassen Blättern und frischem Tau, wenn niemand seine Nase in die Luft hielt und ihn erschnupperte? Was war eine Welt wert, die niemand liebte?

Bis dann

Gedankenpilze

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