The Belles – Schönheit regiert

Heute gibt es einen Blogartikel über den Roman „The Belles – Schönheit regiert“ von Dhonielle Clayton.

Kurzfassung: Das Buch hat mir leider nicht gefallen.

Worum geht es überhaupt?

Der Klappentext lautet:

Glitzernd, Glanzvoll, Grausam

Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …

Soweit so gut. Wieso hat mir das Buch nicht gefallen?

Das erfährst du jetzt (ohne Spoiler)

Zuerst – was war gut?

Der Plot, die Story waren eigentlich sehr gut. Unerwartet und spannend.

Die Figuren waren verständlich. Ich konnte mit ihnen mitfühlen und sie wirkten „echt“.

Die Welt war sehr originell. Ich glaube nicht, dass ich eine ähnliche Welt schon mal gelesen habe.

Die Dialoge waren gut, sie hatten eine gewisse Dynamik.

Warum hat mir das Buch dennoch nicht gefallen?

In der ersten Hälfte musste ich mich wirklich zwingen, das Buch immer wieder zur Hand zu nehmen und weiterzulesen. Warum es mich so gar nicht gefesselt hat, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht gab es zu viele Strecken, in denen keine relevante Handlung stattgefunden hat?

Die Beschreibungen haben genervt! Eigentlich lese ich auch gerne Bücher mit etwas ausführlicheren Beschreibungen. Aber in diesem Buch war es wirklich viel zu viel des Guten. Ein Drittel davon hätte ausgereicht, um eine Atmosphäre zu transportieren. Außerdem gab es sehr viele Süßigkeitenbeschreibungen, die nicht hätten sein müssen. Warum ist es so wichtig, wie genau so ein Kleid aussieht? Die Energie, die es mich kostet, meine Vorstellungen an die Beschreibungen im Buch anzupassen, hat mir dann beim Lesen gefehlt. Nach ca. 50 Seiten bin ich deshalb dazu übergegangen, all die Beschreibungen nur noch zu überfliegen.

Es hat mir nicht gefallen, dass der Bösewicht so spät seinen Auftritt als solcher hatte. Ich verstehe nicht, welche Funktion das erfüllen sollte.

Ich habe das Buch etwas falsch eingeschätzt. Mir war nicht klar, dass die Belles Rechte wie Leibeigene haben. Zwar werden sie größtenteils wie Prinzessinnen behandelt, aber man merkt in jeder Szene, dass sie überhaupt nichts selbst entscheiden dürfen. Weder was sie anziehen sollen, noch wie ihr Tag aussehen soll oder wo sie hingehen. Das hat die Protagonistin weit weniger gestört als mich.

Außerdem verstehe ich nicht, wieso in diesem Buch alle so besessen sind von Schönheit. Es ist wirklich grotesk. Würden Menschen sich wirklich so benehmen? Eigentlich ist es doch nicht so wichtig wie schön oder hässlich man ist, wenn alle Menschen gleich hässlich geboren werden. Selbst die Leute, die Schönheitsbehandlungen haben, fühlen sich niemals schön. Ständig befürchten sie, dass die anderen schöner sind als sie. Dem Nachwort konnte ich entnehmen, dass es sich um eine bewusste Gesellschaftskritik handelt. Das hat mich dann ganz schön zum Nachdenken gebracht.

Ein gutes Wort zum Schluss: Das letzte Drittel des Buches war extrem spannend und sehr gut! Dafür habe ich dann gerne meinen Schlaf geopfert. Diese Tatsache überwiegt nur leider nicht die ersten zwei Drittel. Das Buch hatte so viel Potenzial. Aber der Spannungsbogen war nicht ausgereift.

Was denkst du über „The Belles“?

Liebe Grüße, Gedankenpilze

Erste Gehversuche schöne Buchfotos zu fabrizieren:

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