Jeden Tag ein Happy End (Rezension)

(geschrieben von Devan Sipher)

Ich weiß nicht, was ich von diesem Buch halten soll.

Also erstmal passen weder Titel noch Cover zur Geschichte.

Dieser Roman ist eher eine deprimierende Komödie. Der Protagonist jagt erst seinem Bild von einer Traumfrau und anschließend seiner tatsächlichen Traumfrau hinterher, wobei er sich in die unmöglichsten, entwürdigendsten Situationen hineinmanövriert, die man sich nur vorstellen kann. Oder auch schon nicht mehr vorstellen kann.

Gerade am Anfang war das auch noch witzig, aber irgendwann hatte ich einfach nur noch Mitleid mit dem armen Kerl und es wurde und wurde nicht besser. Naja, irgendwann schon.

Der Titel und das Cover legen jedenfalls eine federleichte, super süße Liebesgeschichte nahe. Das war ein totaler Irrtum. Man könnte es vielleicht als sozialkritische Komödie betiteln. Jedenfalls sollte man sich vielleicht weniger gut fremdschämen können, wenn man sich dieses Buch zu Gemüte führt.

Aber die Story ist sehr gut geschrieben, die Charaktere sind total plastisch und man (frau) kann sich mit dem armen Tölpel von Hauptfigur hervorragend identifizieren. Manchmal ist es auch gar nicht seine Schuld was alles passiert. Es ist eher eine unmögliche Verstrickung von zufälligen Ereignissen. Viel Pech dabei.

Die Situationsbeschreibungen sind auch gelungen. Der Spannungsbogen war die meiste Zeit okay, im letzten Drittel hat es mich aber erst so richtig gepackt, weil es ein bisschen mehr Hoffnung gab.

Jeden Tag ein Happy End

 

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