Vampire Academy

Ja, ja schon wieder Girlie Fantasy. Und mir ist auch klar, dass es eigentlich Romantasy heißt – wobei die „Vampire-Academy“-Reihe nicht wirklich als Romantasy zählen kann, da sie zum großen Teil auch aus actionreicher, kampfgeladener Urbanfantasy besteht.

In dieser logisch konsistenten Welt gibt es gute und böse Vampire und die Leibwächter der guten Vampire. Die scharfzüngige, impulsive Protagonistin Rose ist die angehende, zukünftige Leibwächterin von ihrer besten Freundin Lisa, einer guten Vampirin, die unter einer mysteriösen psychischen Labilität leidet.

Zu Beginn des Buches werden die beiden Siebzehnjährigen wieder eingefangen, nachdem sie vor zwei Jahren aus ihrer Vampirschule geflohen sind und im Geheimen unter Menschen gelebt haben.

Die ersten beiden Bände spielen fast ausschließlich in der Schule und drehen sich somit neben ihren Hauptplots auch um Cliquenkriege und die Verliebtheit von Rose in ihren sexy privaten Kampftrainer.

Die guten, lebenden Vampire (Moroi) liegen mit den bösen, toten Vampiren (Strigoi) im Krieg und drohen von diesen untergebuttert zu werden.

Mit der Zeit kristallisieren sich eine Hand voll Hauptfiguren heraus, wobei uns ausschließlich Rose als Protagonistin dient. Sie ist einer der besten Hauptfiguren, die mir je begegnet sind! Ihre Dreistigkeit ist unübertroffen und sie stürzt sich stets leidenschaftlich impulsiv in die Handlung hinein. Es gab für mich daher eine Menge zu lachen.

Jeder Band hat sein eigenes Hauptthema, neben dem sowohl Lissas Leben als auch die Liebesgeschichte von Rose und Trainer Dimitri immer eine Rolle spielen. Vieles ist plottechnisch nicht gleich für den Leser offensichtlich, so dass man mit Spannung dabei bleiben kann. Einiges aber leider schon, was einen sehr frustrieren kann, wenn man darauf wartet, dass die Figuren auch endlich begreifen, was man bereits vor einer Weile durchschaut hat.

Wie in so vielen Liebesgeschichten, neigt auch unsere Rose hier zu einer Idealisierung, so dass man fast von einer coabhängigen Beziehung sprechen kann. Das geht mir immer gewaltig auf den Keks.

Außerdem nervt es mich, wie lang und breit bei jedem Anfang eines neuen Bandes alles wieder erklärt werden muss.

Insgesamt aber hat mich die Reihe gut unterhalten und durch witzige Dialoge, tolle, originelle Motive und Roses Dreistigkeit überzeugt. Man kann diese Bücher gut und gerne lesen, ohne das Gefühl zu haben, nur etwas zu bekommen, was jetzt zum xten mal aufgewärmt wurde. Stattdessen darf man sich gespannt in eine gefährliche, kämpferische Welt entführen lassen.

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